Allgemeine Informationen für die Zeit der Schulschließung

Hinweise

  • alle außerfachlichen/allgemeinen Fragen bitte per Mail an OSB
  • sollte ein persönliches Telefonat gewünscht/gebraucht werden (z. B. zu Leistungsübersichten etc.), kann dies unter vorheriger Vereinbarung via Mail donnerstags zwischen 10 und 14 Uhr eingerichtet werden
  • Kursfahrt Kl. 11: Wie bereits im Elternbrief vom 13.03.2020 angedeutet, werden in diesem Schuljahr keine Schulfahrten mehr stattfinden. Deshalb wird der geplante Bankeinzug für die Kursfahrt (2. Rate) im März 2020 nicht erfolgen. Wir prüfen derzeit die vertraglichen Bedingungen für die bereits gebuchte Reise und die aus der Stornierung resultierenden finanziellen Folgen. Sobald darüber Klarheit besteht, erhalten Sie Informationen zur Verwendung oder Erstattung der bereits getätigten Ratenzahlung vom Januar 2020. Bitte haben Sie diesbezüglich noch etwas Geduld.

Aktuelles

Aufgaben während der Schulschließung

Der Link für die Aufgaben ist ab Mittwoch, den 18.03.2020 ab 15 Uhr erreichbar:

https://freiesgymnasiumborsdorfde.sharepoint.com/:f:/s/Schul-Schlieung/Es0caioHrbVHgMZe-TZ84GsBNh6TnjqDyDZvc4BI13f7Kg?e=pyvPKA

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Eure Fragen - unsere Antworten (vom 02.04.20)

 

1. Es gibt Schüler, die noch nicht alle Vorabiture geschrieben haben. Sind diese notwendig für die Abiturzulassung?

Die Abiturzulassung wird ausgesprochen, wenn spezielle Zulassungsvoraussetzungen komplett erfüllt sind bzw. bis zum Ende des Kurshalbjahres 12/II noch zu erfüllen sind (vgl. SOGYA § 50). Darunter zählen u.a. die Leistungen des Blocks I, eurer vier Kurshalbjahre. Auf Grundlage der SOGYA bestimmen wir zu Schuljahresbeginn verbindlich die Anzahl und Gewichtung der Klausuren sowie die Anzahl der sonstigen Leistungen, wobei wir hier auf Vergleichbarkeit und transparente Kommunikation achten (müssen). Eine für Schüler durch beispielsweise Krankheit ausgefallene Klausur kann nachgeholt werden. Dies liegt im Ermessen des Fachlehrers (à pädagogische Freiheit). Gleichsam schauen wir als SL darauf, dass auch im Rahmen von Gleichbehandlungsgrundsätzen sinnstiftende Entscheidungen getroffen werden (meist wird nachgeschrieben); ggf. treffen auch wir diese Entscheidung.

Ein spezieller Erlass vom 17.03.20 regelt jedoch im Moment, dass die Mindestanzahl für Klausuren in der 12/II außer Kraft gesetzt wird – konkret: Nur bis 16.03.20 geschriebene Klausuren werden in das Kurshalbjahr eingebracht. Als Schule und Pädagogen denken wir aber (entsprechend der Aussagen im ersten Abschnitt) weiter: Ein Vorabitur soll euch eine wichtige Prüfungsvorbereitung sein. Insofern werden wir für die lediglich zwei Schüler eine gesonderte und juristisch korrekte Lösung finden, dass sie im Sinne des Gleichbehandlungsgrundsatzes (GG, Artikel 3) und im Rahmen des Erlasses auch eine dem Vorabitur adäquate (sonstige) Leistung erbringen dürfen – andernfalls wären sie den restlichen 37 Schülern gegenüber benachteiligt. Diese beiden werden von mir gesondert informiert.

 

2. Wenn in Prüfungsfächern Klausuren fehlen, fallen die Klausuren dann auch komplett weg oder gibt es dafür einen Ersatz? Also nur für die Schüler, die in dem Fach Prüfling sind.

Die Klausuren fallen komplett weg. Klausuren, die nicht mehr geschrieben wurden, werden als solche auch nicht mehr stattfinden. Es gibt nur noch „sonstige Leistungen“ nach SOGYA § 24 (6) – das sind schriftliche, mündliche und/oder praktische Leistungen, die in den Bereich „sonstige Noten“ fallen. Diese dürfen und „sollen“ bis einschließlich 18.06.20 „eingefahren“ werden.

 

3. Finden die Kompakttage trotz all der zeitlichen Verschiebungen statt? Würden diese womöglich ganz wegfallen?

Auch hier suchen wir fieberhaft nach einer (digitalen) Lösung, um diese durchzuführen, denn es ist besonders wichtig, dass ihr vor euren schriftlichen Prüfungen mit den Fachlehrern sprechen und euch auf die Abiturklausuren zeitnah und effektiv vorbereiten könnt. Laut aktuellem Stand streben wir an, die Kompakttage in den ersten drei Tagen der Woche nach den Osterferien zu gestalten – die genaue Gestaltung und Durchführung ist aber abhängig von den schulinternen digitalen Möglichkeiten, der weiteren Lage-Entwicklung und auch den Vorgaben, welche seitens der Ministerien bereits bestehen und noch kommen werden (Hygienevorschriften, Regelungen im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes, „Schulöffnung“ für die Abiturienten usw.). Sobald wir den Plan fertig haben, teilen wir ihn mit.

 

4. Was ist mit Fächern, in denen sich einige von uns noch zwingend verbessern wollten/mussten? (Aufgrund von Unterpunktungen o.ä.) Gibt es dabei die Möglichkeit, noch Noten nachzuholen?

Bezüglich der Notengebung verfolgen wir im Rahmen gesetzlicher und schulinterner Vorgaben sowie unserer pädagogischen Verantwortung zwei wesentliche Ziele:

  • Reduzierung der Notengebung auf ein der Situation angepasstes, nach außen für andere (Jahrgänge) vergleichbares und im Sinne des Gleichbehandlungsgrundsatzes sinnvolles Mindestmaß – konkret:
    • zwei sonstige Leistungen in Fächern ohne Klausur
    • ein bis zwei sonstige Leistungen in Fächern mit Klausur (einige Fächer haben extra für euch die Anzahl auf eine sonstige Leistung gesenkt) --> konkrete Veränderungen bzgl. der Anzahl im Elternbrief
    • Lösungen für Fächer, in denen die einzelnen Kurse unterschiedliche Leistungserbringungen vorweisen (Kunst, Geschichte)

  • Verbesserungsmöglichkeiten nach gezielter Beratung (z. B. bei Kurseinbringung) und auf
    • ausdrücklichen Schülerwunsch hin und/oder auf
    • Lehrerempfehlung (im fachlichen und pädagogischen Ermessen entsprechend des Leistungsstandes des Schülers)

Ein Großteil der Noten ist bereits da (vereinzelt sogar mehr als gefordert und eben benannt) – insofern wird es nur noch um einzelne Kurse und Einzelfälle hinsichtlich der Notengebung bis einschließlich 18.06.20 gehen. Hier werden wir aber mit hoher pädagogischer Sensibilität arbeiten, um euch im Prüfungszeitraum nicht zeitweilig zu überlasten. Die Kollegen erhalten dazu noch eine genaue Belehrung.

 

5. Was passiert, wenn man in einem Prüfungsfach noch keine einzige Note hat? --> Es gibt Schüler, bei denen liegt es an ihnen selbst (Krankheit, etc.), es gibt aber auch Schüler, bei denen hat der Lehrer noch nichts kontrolliert/zurückgegeben.

Ich habe von allen Kollegen eine Übersicht erhalten, wie viele Noten in der 12/II vorliegen. Entsprechend dieser gibt es fast keine Schüler ohne Noten in einem Fach. Einzelfälle (meist auf Grund von Krankheit) werden wir individuell regeln, lösen und informieren.

Die Rückgabe von Leistungen wird erfolgen bzw. sollte bereits weiter erfolgen (z. B. Vorabiture via Post). Noten dürfen nicht über Mail, aber über moodle kommuniziert werden. Ihr erhaltet zusätzlich aber von mir noch vor den Osterferien eine (Telefon-)möglichkeit, um alle Noten und Leistungsstände (à Gesamtqualifikation) zu erfahren. Eigens dafür werden mir alle Fachlehrer der 12 alle Noten im Vorfeld übermitteln. Die genaue Sprechzeit gebe ich noch bekannt.

 

6. Was ist mit den Fächern (kein Prüfungsfach), in denen man bisher nur eine kleine Note (oder gar keine Noten) gesammelt hat? Wie wird für dieses Fach in diesem Halbjahr die Note für das Zeugnis ermittelt?

Zur Notengebung s. Frage 4. Damit ist klar, dass jedes Kurshalbjahresergebnis aus mindestens zwei Noten gebildet werden kann (und auch muss). Auch hier braucht es Vergleichbarkeit (nicht zu viele, aber auch nicht zu wenige Noten à Verbesserungs- und Ausgleichsmöglichkeiten).

 

7. Wird es nochmal eine Information zu den Themen der mündlichen Prüfungen geben? also: Wann erfahren wir, welche Themen für die mündliche Prüfung gelernt werden müssen?

Bezüglich der mündlichen Prüfungen arbeiten wir ebenfalls mit Hochdruck an einer Lösung, wie die Konsultationen aussehen können. Natürlich erhaltet ihr prinzipiell die Möglichkeit dazu. SOGYA § 60 (3) Satz 2 regelt, dass „[die Einzelprüfungen] zu etwa gleichen Teilen aus dem Vortrag des Prüfungsteilnehmers und einem Prüfungsgespräch zu anderen Schwerpunkten [bestehen]“. Das heißt auch, dass alle Themen der 11 und 12, die in den einzelnen Lehrplänen als verbindlich gelten und im Unterricht behandelt wurden, prinzipiell prüfungsrelevant sind – einzelne Themen auszuschließen widerspricht dem Gleichbehandlungsgrundsatz insofern, dass einzelne Prüfungsteilnehmer in manchen Themenbereichen fitter sind als andere – und dafür in einer Prüfung „auch zu Wort kommen dürfen sollten“. Es gilt unser Grundsatz: Wir möchten wissen, was ihr wisst, und nicht wissen, was ihr nicht wisst.“ Geht bitte davon aus, dass alle Fachlehrer, welche Prüfungen abnehmen werden, aber von uns im Vorfeld bzgl. der jetzigen Ausnahmesituation sensibilisiert werden und somit auch in den Prüfungen darauf achten werden.

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