„Der Mensch soll lernen, nur die Ochsen büffeln.“ (Erich Kästner)

In diesem Sinne gehört das Methodentraining zu den wichtigen pädagogischen Säulen des FGB. Im Jahr 2015 haben wir das Konzept überarbeitet.

 

 

Der sächsische Lehrplan schreibt das Fördern von Lernkompetenz vor, mit dem Ziel die Lernenden schrittweise zu befähigen, Strategien und Techniken situationsgerecht und eigenverantwortlich einsetzen zu können.

Doch die Förderung von Begabungen geht weit über die Entwicklung von Lernkompetenz hinaus. Man kann umfassend von einer Entwicklung von Lebenskompetenz sprechen, d.h. die vielfältige Entwicklung von Kompetenzen, um erfolgreich sein Leben eigenverantwortlich und selbstbestimmt zu gestalten.

Erst durch ein umfassendes Angebot, das neben wissenschaftlichen Methoden auch Möglichkeiten bietet, die eigene Kreativität zu entdecken sowie seine Persönlichkeit zu entfalten, können die Lernenden ihre individuelle Begabung optimal einsetzen. Dabei ist das langfristige Ziel, die jungen Menschen zu befähigen, eigene Methoden bzw. Herangehensweisen beim Lösen von Problemen in fachliche, aber auch sozialen Bereichen zu entwickeln.

Das Methodentraining am FGB sieht vor, an fünf Methodentagen im Schuljahr in den Klassenstufen 5 – 10 wichtige Methoden in anwendungsbezogenen Lernsituationen zu vermitteln. Anschließend erfolgt eine vielfältige Anwendung im Fach- und Projektunterricht bzw. auch, sofern möglich in GTA-Angeboten. (Seit dem Schuljahr 2015/16 wird das MT auf Wunsch von Schülern und Lehrern um einen Tag „Mathe intensiv“ ergänzt.)

Ein langfristiges Methodentraining ist notwendig, um in möglichst vielen Anwendungssituationen die eigenen Fähigkeiten zu verfeinern und zu festigen. Daher kann es nicht das Ziel sein, die Methoden einfach nur „mechanisch“ zu wiederholen. Vielmehr muss auch immer wieder die Möglichkeit gegeben werden, das eigene Vorgehen zu reflektieren.

Wir legen großen Wert auf eine tiefe Vernetzung mit den einzelnen Fächern. Als Ergebnis soll ein Methodenlehrplan des FGB erstellt werden. Dieser gibt Übersicht darüber, zu welchem Zeitpunkt Methoden eingeführt werden und in welchen Fächern bzw. anderen Bereichen die vertiefende Anwendung und Reflexion stattfindet.

Durch regelmäßige Evaluation wird das Methodentraining stetig weiterentwickelt.

Jessika Sommer